Die Bremer Stadtmusikanten 2.0

Das Haus, welches sie auf ihrem Weg nach Bremen erorbert hatten, gab  ihnen in  den nächsten Tagen Zuflucht und sie konnten sich dort von ihren jeweils nahenden Schicksalen erholen. Sie schmiedeten Pläne, wie sie die zur Neige gehenden Vorräte wieder auffüllen konnten und sahen bald ein, dass die Musik alleine wohl nicht als einziges Auskommen ausreichen würde, da sie in der angrenzenden Nachbarschaft keine Freunde für ihre Musik fanden.

Bei einem erneuten Ausflug in die Nachbarschaft trafen sie auf einen Bildhauer, dem sie erzählten, dass sie auf dem Weg nach Bremen waren, als sie an dem Haus halt machten. Er war von Ihren unterschiedlichen Wesen und Erscheinungen so angetan, dass er einen tollen Vorschlag für sie hatte.

Für die Stadt Bremen wurde ein Wettbewerb ausgerufen, an dem er teilnehmen wollte, doch bevor er sie getroffen hatte, fehlte ihm die passende Idee.
Die Stadt Bremen wünschte sich ein besonderes Wahrzeichen, welches vor dem historischen Rathaus aufgestellt werden sollte.
Er machte den Stadtmusikanten ein großzügiges Angebot, bei dem er sich in Zukunft immer um sie kümmern wollte, wenn er mit einer Skulptur von ihnen den Wettbewerb gewinnen sollte.
Sie berieten sich kurz und wägten das Für und Wieder ab.
Was sollte schon schief gehen?
Sollte der Bildhauer den Wettbewerb nicht gewinnen, bliebe ihnen die Möglichkeit der Musik und der Weg nach Bremen wie eigentlich geplant.

Sie trafen sich in den nächsten Tagen und Wochen regelmäßig mit dem Bildhauer und er versorgte sie jedes Mal mit ausreichend Proviant. Der Tag der Fertigstellung nahte bald und er bot ihnen an, sie mit nach Bremen zu nehmen, wenn er die Skulptur dorthin bringen wollte.
So kamen sie doch endlich nach Bremen und sie konnten schonmal testen, wie ihre Musik in ihrer eigentlich geplanten neuen Wahlheimat ankam.
Sie wurden mit offenen Armen empfangen und als der Bildhauer den Wettbewerb gewann, waren sie schon über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Mit der Musik und dem Bekanntheitsgrad hatten sie so viele Freunde gefunden, dass sie mit dem Bildhauer auf einem nahelegenen Bauernhof in der Nähe von Bremen glücklich und zufrieden lebten, bis an das Ende ihrer Tage.
Und somit zeigte sich, dass man etwas Besseres als den Tod überaĺl finden kann.

Kommentar